Erzählung

Der alltägliche Tod meines Vaters (P. Kersten)

In seiner ersten Prosa „Der alltägliche Tod meines Vaters“, schreibt Paul Kersten, der auch einige Gedichtbände veröffentlicht hat, über den Tod seines Vaters. Zeitlebens hatte er keine gute Beziehung zu ihm, auch keine schlechte, es war ein distanziertes Miteinander. Er beschreibt seine Gedanken und Gefühle, als ihm bewusst wird, dass der Vater sterben wird, nach dessen Tod über Gefühle und Gedanken, die in ihm sind, hinter all seinen Erinnerungen. Offen formuliert er Strecken des gemeinsamen Lebens, Dialoge, Feste, Unterhaltungen. Berührend. Auf 102 Seiten schreibt er über den alltäglichen Tod seines Vaters, schreibt über ihn, als wolle er einen Teil festhalten und gleichzeitig loslassen. Ein Buch über zwei, die nicht wirklich zueinander gefunden haben und doch irgendwie zueinander gefunden haben, so gut es eben ging. Und dazwischen die Mutter und Ehefrau. Lesenswert.

Ein Artikel in der Zeit über Buch und Autor:
http://www.zeit.de/1978/24/der-alltaegliche-tod-meines-vaters

Paul Kersten, „Der alltägliche Tod meines Vaters“, Kiepenheuer & Witsch

Advertisements
Biographie

Da geht noch was

Das ist mir lange nicht passiert: Dass ich ein Buch zu lesen anfange und nicht mehr aufhören kann, bis ich an der letzten Seite angekommen bin. Gestern habe ich mir das Buch von Christine Westermann gekauft, mit dem Titel: “Da geht noch was”. Und heute habe ich es in einem Rutsch gelesen. Ein sehr persönliches Buch der 65jährigen Journalistin und Moderatorin – über ihre Arbeit, über ihr Alter und wie beides zusammen spielt oder auch nicht, über ihre Eltern, ihr Leben, ihre Ängste und die Zeit in einem buddhistischen Zen-Kloster in Bayern, das vom WDR per Kamera begleitet und dokumentiert wurde.

Es hat mir sehr gefallen, dieses Buch. Ich mag ihren persönlichen, bescheidenen Blick. Ihre reflektierte Art, auf die Geschehnisse zu blicken und auch auf sich selbst.

Empfehlung: Unbedingt lesen.

 

© mp