Briefroman

Oskar und die Dame in Rosa

Oskar ist zehn  und hat Krebs. Er liegt im Krankenhaus und ist operiert worden. Doktor Düsseldorf macht seitdem dauernd ein unglückliches Gesicht. Und bald gucken alle anderen auch unglücklich, wenn sie ihn sehen. Wenn er fröhlich ist, gucken sie umso unglücklicher. Und wenn er einen Witz erzählt, dann zwingen sich alle zum Lachen. Seine Eltern sind auch seltsam, sie reden gar nicht mehr richtig mit ihm, als wäre er ein anderer. Die einzige, die sich nicht verändert hat, ist die Dame in Rosa. Die Dame in Rosa ist eine ältere Dame, die früher mal Catcherin gewesen ist und sie ist befreundet mit Oskar. Oskar will alles über die Kämpfe wissen und die beiden verbringen viel Zeit miteinander. Eines Tages, als Oskar sich wieder über die Menschen wundert, erzählt ihm die Dame in Rosa von Gott. Ach, Gott, sagte Oskar. Das ist doch ein Märchen, so wie das mit dem Weihnachtsmann. Dass das gar kein Märchen ist, erklärt ihm die Dame in Rosa, die ihn täglich besuchen darf, für 12 Tage. Oskar glaubt und vertraut ihr und ihrer Empfehlung, Gott zu schreiben. Damit beginnt er schließlich, anfangs widerwillig, weil er wirklich nicht gerne schreibt und sich noch unsicher ist, was für ein Typ Gott ist. Mit der Zeit fällt es ihm aber leichter, an Gott zu schreiben  und so schreibt er ihm jeden Tag einen Brief und die Dame in Rosa hat gesagt, dass Gott jedem Menschen einen Wunsch am Tag erfüllt, allerdings keinen materiellen Wunsch, sondern einen geistigen. Das klingt alles spannend, findet Oskar und schreibt Gott. Und damit beginnt auch das Buch „Oskar und die Dame in Rosa“ von Eric-Emmanuel Schmitt. Ein sehr schönes Buch mit etwas über 100 Seiten. Es ist ein Briefroman, sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene. Liebevoll, witzig, berührend. Ich habe die Geschichte über Glauben, Freundschaft, Liebe und das Sterben in einem Rutsch gelesen, weil ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Empfehlenswert.

© mp

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